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Ask Karen
«Wir wissen nicht, wo wir mit KI anfangen sollen.» Wo fangen wir an?
Ask Karen: eine echte Frage aus einem Betrieb, klar beantwortet.
Die kurze Antwort
Fangen Sie bei Ihrem Betrieb an, nicht bei einem Tool. Finden Sie die eine Stelle, an der Ihr Betrieb heute die meisten Kunden oder die meiste Zeit verliert, und schauen Sie sich diese zuerst an. KI ist nützlich, wenn sie eine echte Schwachstelle behebt. Für sich allein ist sie kein Ausgangspunkt.
Ein Montagmorgen im Betrieb
Es ist Montagmorgen in einem Betrieb mit acht Personen. Die Inhaberin hat am Wochenende drei Artikel über KI gelesen. Die Website ist ein paar Jahre alt. Posts erscheinen, wenn jemand Zeit hat. Offerten werden in Word geschrieben und per E-Mail nachgefasst. Alle sagen, KI werde alles verändern, aber niemand sagt, was man zuerst tun soll.
Also passiert nichts. Nicht, weil es ihr egal wäre, sondern weil es zu viele Stellen gibt, an denen man anfangen könnte.
Das ist der Satz, den wir in fast jedem Gespräch zuerst hören: «Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen.» Genau hier lässt sich gut anfangen.
Jeder Betrieb hat schon einen Kreislauf
Man findet Sie. Man wählt Sie. Man bezahlt Sie. Und gute Kunden bringen die nächsten.
In den meisten kleinen Betrieben ist dieser Kreislauf an einer Stelle langsam oder unterbrochen:
- Gefunden: Neue Kunden sagen selten «Ich habe Sie online gefunden». Wenn Sie nach Ihrer eigenen Dienstleistung und Ihrem Ort suchen, erscheint jemand anderes.
- Gewählt: Interessenten schauen vorbei oder rufen an, dann wird es still. Ihre Website beantwortet die Fragen nicht, die Kunden am Telefon stellen.
- Bezahlt: Offerten dauern lange, Anfragen kommen unvollständig an, das Nachfassen hängt vom Gedächtnis einer einzigen Person ab.
- Die nächsten Kunden: Gute Kunden kaufen einmal und verschwinden. Empfehlungen gibt es, aber nur zufällig.
Beim schwächsten dieser vier Punkte fangen Sie an. KI kann dort helfen, oder auch nicht. Das ist der ehrliche Test.
Was Sie tun können: fünf Schritte
- Benennen Sie Ihre Schwachstelle. Lesen Sie die vier Anzeichen oben und wählen Sie eines: gefunden, gewählt, bezahlt oder die nächsten Kunden. Eines, nicht vier.
- Schreiben Sie fünf manuelle Aufgaben auf, die Ihr Team jede Woche am meisten Zeit kosten: E-Mail, Excel, Kopieren und Einfügen, Abtippen. Die Schwachstelle versteckt sich oft in dieser Liste.
- Fragen Sie die Assistenten nach Ihrem Betrieb. Tippen Sie «Was macht [Ihr Betrieb] in [Ihrem Ort]?» in ChatGPT, Copilot und Google ein. Notieren Sie, was sie sagen und was daran falsch ist. In einer Schweizer Umfrage (HSLU mit localsearch, Mai 2026) gaben 58 % der KMU an, noch nie geprüft zu haben, was KI über ihr Unternehmen sagt; bei Betrieben mit 1–9 Mitarbeitenden waren es 60 % (Quelle unten).
- Wählen Sie einen kleinen ersten Schritt für diese Schwachstelle: eine klare Seite zu Ihrer Dienstleistung, die die Fragen Ihrer Kunden beantwortet, ein aktuelles Google Unternehmensprofil, eine saubere Vorlage für Offerten oder ein erster Test eines KI-Tools für eine Aufgabe.
- Legen Sie fest, was KI darf und was nicht. Lassen Sie KI entwerfen, und lassen Sie eine Person freigeben. Geben Sie keine Kundendaten, Verträge, Personalangelegenheiten oder Passwörter in öffentliche KI-Tools ein.
Worauf Sie achten sollten
- Zuerst das Tool, dann das Problem. Wer ein Tool kauft, bevor die Schwachstelle klar ist, hat danach meist nur ein Ding mehr, das niemand nutzt.
- Antworten, die Sie nicht prüfen können. Nützliche KI im Betrieb antwortet aus Ihren eigenen, freigegebenen Dokumenten und zeigt die Quelle. Wenn ein Tool nicht sagen kann, woher eine Antwort stammt, testen Sie es sorgfältig, bevor Sie sich darauf verlassen.
- Daten. Prüfen Sie, wo ein Tool Ihre Daten speichert und ob es sie für das Training verwendet. Lesen Sie die Bedingungen des Anbieters selbst. Für Datenschutzfragen in der Schweiz ist die offizielle erste Anlaufstelle der EDÖB (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter). Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
- Niemand steuert Google oder ChatGPT. Klare Seiten und korrekte Profile machen Ihren Betrieb leichter lesbar. Sie garantieren nicht, wo Sie erscheinen.
Wo De.Coded ins Spiel kommt
Den ersten Schritt zu finden, ist unsere Aufgabe. Im kostenlosen 15-Minuten-Gespräch erzählen Sie Karen in Ihren eigenen Worten, was in Ihrem Betrieb passiert. Karen stellt ein paar Fragen und nennt den Schritt, mit dem sie anfangen würde. Ob und wann Sie ihn gehen, entscheiden Sie.
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Quellen
- HSLU (Hochschule Luzern) mit localsearch, KMU Digital Pulse 2026 (n=504 Marketing-Verantwortliche in Schweizer KMU): Whitepaper https://zenodo.org/records/22098334 · Zusammenfassung https://www.localsearch.ch/de/kmu-digital-pulse-2026/
- EDÖB (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter): https://www.edoeb.admin.ch/
Häufige Fragen
Brauchen wir eine IT-Abteilung, um mit KI anzufangen?
Nein. Die meisten inhabergeführten Betriebe mit etwa 5 bis 10 Mitarbeitenden haben keine. Fangen Sie mit einer Schwachstelle und einer Aufgabe an, und lassen Sie eine Person freigeben, was KI entwirft.
Sollen wir zuerst ein KI-Tool kaufen?
Nicht, bevor Sie Ihre Schwachstelle kennen. Die Schwachstelle bestimmt den Schritt; der Schritt bestimmt, ob ein Tool hilft.
Wie sehen wir am schnellsten, wo wir stehen?
Fragen Sie ChatGPT, Copilot und Google, was sie über Ihren Betrieb sagen, und vergleichen Sie es mit der Wirklichkeit. Schauen Sie sich dann Ihre fünf zeitaufwendigsten manuellen Aufgaben an.
Ist es sicher, Firmendaten in KI-Tools einzugeben?
Das hängt vom Tool und seinen Bedingungen ab. Geben Sie keine Kundendaten, Verträge, Personalangelegenheiten oder Passwörter in öffentliche KI-Tools ein. Bei rechtlichen Fragen schauen Sie auf der Website des EDÖB nach oder fragen Sie Ihre Beraterin oder Ihren Berater.
Was passiert im kostenlosen 15-Minuten-Gespräch?
Sie beschreiben Ihren Betrieb in Ihren eigenen Worten. Karen stellt ein paar Fragen und nennt den Schritt, mit dem sie anfangen würde. Sie gehen keine Verpflichtung ein.